Geiken: „Der Norden steht gemeinsam für die Windenergie“

Einigung auf EEG-Reform ist ein tragfähiger Kompromiss

(02.04.2014) Die IG Metall Küste sieht in der Einigung von Bund und Ländern auf eine Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) einen tragfähigen Kompromiss.

„Die Energiewende ist eine nationale Aufgabe, die nur in einem möglichst breiten Konsens gelingen kann“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Wir hoffen, dass wir jetzt endlich verlässliche Rahmenbedingungen für die Windindustrie haben. Von den Unternehmen erwarten wir, dass sie ihre Investitionen umsetzen, damit die Energiewende für weitere Arbeitsplätze in Norddeutschland sorgt.“

Nach Ansicht der IG Metall Küste ist es vernünftig, dass der Ersatz alter Windenergieanlagen durch neue Anlagen (Repowering) nicht auf den Ausbaudeckel für die Windenergie an Land angerechnet werden soll. „Falsch ist, dass Bund und Länder an der Stichtagsregelung festhalten wollen, nach der sich die Förderung berechnet. Dadurch wird eine Vielzahl von bereits geplanten Projekten in Frage gestellt“, so Geiken.

„Beim Ausbau der Windenergie auf See ist positiv, dass die herabgesetzten Ausbauziele von 6,5 Gigawatt bis 2020 nicht mehr ganz so starr gesehen wie zunächst befürchtet und auch darüber hinaus gehende Netzanschlusskapazitäten genehmigt werden sollen. Bei der Förderung der Windenergie auf See bleibt die Einigung hinter den Beschlüssen des Koalitionsvertrages zurück“, sagte IG Metall-Bezirksleiter Geiken. Es sei aber immerhin erreicht worden, dass die Kürzung mit einem Cent geringer ausfällt, als in den bisherigen Entwürfen des Bundeswirtschaftsministeriums vorgesehen.

„Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass der Norden gemeinsam für die Windenergie steht. Der Druck von Gewerkschaften, Unternehmen und den norddeutschen Ländern hat in einigen wichtigen Punkten Erfolge gebracht. Jetzt kommt es darauf an, dass im Gesetzgebungsverfahren grundsätzliche Einigungen nicht erneut in Frage gestellt werden. Das wäre ein fatales Signal für die Windindustrie an der Küste“, so Geiken.

:: Medien Information 13 / 2014 (PDF | 26 KiB)



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Heiko Messerschmidt
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