Wismarer Appell für Ausbau der Windenergie
Geiken: „Ministerpräsidenten müssen jetzt in Berlin auf Ausbau der Windenergie drängen“
(25.01.2016) Die IG Metall Küste unterstützt den Wismarer Appell für einen weiteren Ausbau der Windenergie an Land und auf See, mit dem die Regierungschefs der norddeutschen Bundesländer und Branchenvertreter auf Änderungen bei der Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) drängen. „Der gemeinsame Appell zeigt: Alle fünf Bundesländer sprechen beim Thema Wind mit einer Stimme. Jetzt geht es darum, dass die Ministerpräsidenten in Berlin auf den weiteren Ausbau der Windenergie drängen“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste nach Unterzeichnung des Appells in Wismar. „Die von der Bundesregierung geplante starre Deckelung des Ausbaus und der zögerliche Netzausbau gefährden die Energiewende und die Zukunft der Branche.“
„Nach Abschluss der UN-Klimaschutzkonferenz von Paris muss die Bundesregierung zeigen, dass sie die Energiewende vorantreiben will. Deshalb darf der für das Jahr 2025 angepeilte Anteil der Erneuerbaren Energien von 40 bis 45 Prozent am gesamten Stromverbrauch keine Obergrenze sein“, erklärte der Gewerkschafter. Um für die Unternehmen die Planungsgrundlage zu erhalten, müsse der Zubau von 2,5 GW netto pro Jahr für Windenergie an Land und zwei bis drei Windparks in Nord- und Ostsee (mindestens 0,9 GW) gesichert werden. „Nur so lässt sich ein erneuter Fadenriss beim Ausbau der Windenergie vermeiden“, so Geiken.
Besonders kritisch wertet die IG Metall Küste das geplante Ausschreibungsmodell. „Mit großer Sorge sehen wir, dass das Bundeswirtschaftsministerium bestehende Baugenehmigungen auslaufen lassen bzw. einholen will, um die Offshore-Kapazitäten völlig neu vergeben zu können. Das wird erneut zu massiver Verunsicherung bei Investoren führen und dadurch Aufträge und Arbeitsplätze in der Branche gefährden“, sagte Bezirksleiter Geiken.
Der Gewerkschafter forderte die Bundesregierung auf, bei der Diskussion um die Energiewende die große industriepolitische Bedeutung der Windbranche zu berücksichtigen: „Mit verlässlichen Rahmenbedingungen kann die Energiewende zu einem echten Jobmotor für die deutsche Industrie werden. Das zeigt zum Beispiel die geplante Windkraft-Fabrik von Siemens mit 1.000 neuen Arbeitsplätzen in Cuxhaven“, so Geiken. In Deutschland habe sich schon jetzt eine dynamische Windindustrie mit 150.000 Beschäftigten entwickelt, deren Technologie in vielen Bereichen führend auf den wachsenden Weltmärkten sei.
:: Wismarer Appell zum norddeutschen Windgipfel am 25.1.16 (PDF | 131 KiB)
:: IGM Brancheninfo Windindustrie Januar 2016 (PDF | 429 KB)
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