Meyer Werft will Sitz in Luxemburg belassen
Geiken: „Geschäftsführung hat Moratorium nicht zum Umdenken genutzt“
(02.09.2015) Die IG Metall Küste hält die Entscheidung der Meyer Werft für falsch, den Sitz der Holding in Luxemburg zu belassen. „Die Geschäftsführung hat das Ende Juni vereinbarte Moratorium nicht zu einem Umdenken genutzt“, kritisierte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Durch die bereits vollzogene Verlagerung haben wir keine Möglichkeit, einen Aufsichtsrat und die damit verbundene Stärkung der Mitbestimmung durchzusetzen.“
Er bekräftige die Forderung von Betriebsräten und IG Metall Küste: „Seit dem Kauf der Werft im finnischen Turku ist die Meyer Werft eine der größten europäischen Werftengruppen. Dazu gehört nach unserer tiefsten Überzeugung eine entsprechende Struktur, zu der selbstverständlich auch die Unternehmensmitbestimmung zählt“, sagte Geiken.
Die Politik forderte er auf, die rechtliche Lücke zu schließen, die von der Meyer Werft genutzt worden ist: „Der Gesetzgeber muss verhindern, dass Unternehmen ihren Sitz ins Ausland verlagern, um die deutschen Mitbestimmungsgesetze zu umgehen.“
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