SIAG Nordseewerke: IG Metall Küste fordert mehr Geld für Transfergesellschaft
Geiken: "Schnelle und unbürokratische Hilfe ist nötig"
(23.01.2013) Die IG Metall Küste und der Betriebsrat der insolventen SIAG Nordseewerke in Emden fordern konkrete Unterstützung von der noch amtierenden Landesregierung in Hannover. „Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen und des engen Zeitplans benötigen die Beschäftigen, das Unternehmen und letztlich auch der Investor die schnelle und unbürokratische Hilfe der Landesregierung. Sie muss ihren Worten vor der Wahl jetzt Taten folgen lassen, um den Einstieg des Investors DSD auf den letzten Metern nicht noch zu gefährden“, erklärte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste.
Entscheidend sei jetzt, dass die die Finanzierung der Transfergesellschaft sichergestellt werde, ohne die der Inverstor nicht bei den SIAG Nordseewerken einsteigen werde. „Den vom Personalabbau betroffenen Kolleginnen und Kollegen muss in dieser Transfergesellschaft eine möglichst lange Vertragslaufzeit angeboten werden. Nur so werden wir die erforderliche hohe Akzeptanz bei den Betroffenen erreichen“, sagte Geiken. Nach Angaben der IG Metall fehlen dafür aktuell noch rund 2,5 Millionen Euro, die aus Haushaltsmitteln des Landes bereitgestellt werden müssen. „Das ist eine vergleichsweise geringe Summe, wenn es um Hunderte von Arbeitsplätzen in einer strukturschwachen Region geht“, sagte Wilfried Alberts, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Emden. „Trotz der laufenden Gespräche bleibt die Situation bedrückend: Es ändert sich leider nichts daran, dass etwa 500 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Für die Betroffenen und die gesamte Region ist das nach wie vor ein Schock.“
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