Global Wind Day
IG Metall kritisiert Defizite in der Windkraftbranche
(15.06.2011) Die IG Metall Küste macht sich für einen entschlossenen Umstieg auf die erneuerbaren Energien stark. „Die Bundesregierung bremst die Potenziale der Zukunftstechnologie aus“, kritisierte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste am heutigen „Global Wind Day“, einem internationalen Branchentag.
Die Windenergie sei in Norddeutschland ein Job- und Wachstumsmotor, der konsequent unterstützt werden müsse. Den Vergütungssatz nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) für Wind an Land zu senken, sei falsch. „Ein halbherziger Atomausstieg reicht uns nicht. Jetzt müssen die Alternativen weiter nach vorn gebracht werden“, so der Gewerkschafter.
Er kritisierte die Arbeitsbedingungen in großen Teilen der grünen Industrie: „Eine Branche wie die Windkraft, die eine hohe öffentliche Förderung bekommt, muss auch ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden. Saubere Energie braucht saubere Arbeit“, forderte Geiken. Tarifverträge und betriebliche Mitbestimmung müssten Standard in den Betrieben werden.
Die IG Metall hat den Global Wind Day genutzt, um die Beschäftigten in zahlreichen Betrieben über die Defizite in der Branche zu informieren. Flugblätter und Windräder wurden beispielsweise bei WeserWind, Areva Wind, Po-werBlades und REpower Systems in Bremerhaven, den SIAG Nordseewerken Emden sowie REpower in Osterrönfeld, REpower Systems und bei Vestas in Husum verteilt.
:: Medieninformation_27/2011 (PDF | 25 KiB)
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