Geiken: "Verkauf als Ganzes immer unwahrscheinlicher"
IG Metall Küste: Auch bei Teilverkauf von Senvion müssen möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben
(30.07.2019) Die IG Metall Küste begrüßt, dass der Betrieb des insolventen Windanlagenherstellers Senvion zunächst fortgesetzt werden kann. Eine Vereinbarung mit den Massekreditgebern schafft laut der Insolvenzverwalter ausreichend finanziellen Spielraum bis Ende August und sichert bis dahin auch Löhne und Gehälter für alle Beschäftigten.
(Foto: Markus Scholz)
"Auf den Mitarbeiterversammlungen ist deutlich geworden, dass ein Verkauf des Unternehmens als Ganzes immer unwahrscheinlicher wird. Die Insolvenzverwalter haben deshalb angekündigt, unverzüglich Verhandlungen über einen Sozialplan und Interessenausgleich mit den Arbeitnehmervertretern aufzunehmen", erklärte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Auch bei einem Verkauf von Teilbereichen geht es der Gewerkschaft darum, möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern. "Die Beschäftigten und ihr Know-how sind der wahre Wert des Unternehmens. Das sollte möglichen Investoren bewusst sein."
Für Beschäftigte, die nicht übernommen werden, fordert die IG Metall Küste Transfergesellschaften. "Damit kann verhindert werden, dass Mitarbeiter direkt in die Arbeitslosigkeit gehen. Außerdem lassen sich so Fachkräfte in der Windbranche und den jewei-ligen Regionen halten", erklärte Bezirksleiter Geiken. "Auch die Landesregierungen in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein sind aufgefordert, alles dafür zu tun, um den Beschäftigten bei Senvion in dieser für sie schwierigen Situation zu helfen."
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