Geiken: "Geld für Qualifizierung geben, reicht nicht aus"

IG Metall Küste fordert Fachkräfteoffensive für den Schiffbau

(21.03.2017) "Gemeinsam müssen wir uns Gedanken machen, wie wir Fachkräfte für Werften und Zulieferer werben und weiterbilden", sagte Bezirksleiter Meinhard Geiken. Die IG Metall Küste will mit der Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern und NORDMETALL auch über eine Stärkung der Tarifbindung sprechen.

Die IG Metall Küste hat die Landesregierung und ihren Tarifpartner NORDMETALL aufgefordert, gemeinsam mit der Gewerkschaft eine Fachkräfteoffensive für den Schiffbau zu starten. "Geld für Qualifizierung von Beschäftigten bereit zu stellen, reicht nicht aus. Jetzt muss es um die Inhalte und die Qualität von Arbeit, Aus- und Weiterbildung gehen", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. "Gemeinsam müssen wir uns Gedanken machen, wie wir Fachkräfte für Werften und Zulieferer werben und weiterbilden. Für uns ist das die zentrale Frage, um im Kreuzfahrtschiffbau erfolgreich zu sein und den Schiffbaustandort Mecklenburg-Vorpommern zu sichern."

Die IG Metall Küste will in den Gesprächen mit der Landesregierung und NORDMETALL auch über eine Stärkung der Tarifbindung sprechen, wie es der Koalitionsvertrag neben der Fachkräfteoffensive Schiffbau vorsieht. "Bei den bisher zumeist nicht tarifgebundenen Zulieferern muss sich etwas tun, sonst werden sie im Wettbewerb um Fachkräfte das Nachsehen haben", sagte Geiken. "Mit Nordmetall war darüber bisher nicht zu reden. Deshalb haben wir kurzfristig unsere Teilnahme an der Landespressekonferenz abgesagt. Für uns ist klar: Wer Fördergeld kassiert, muss auch Verantwortung übernehmen", so der Gewerkschafter.



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Heiko Messerschmidt
Pressesprecher
IG Metall Bezirksleitung Küste
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