Neunte Nationale Maritime Konferenz

IG Metall Küste fordert mehr Unterstützung für maritime Industrie

(16.10.2015) Vor Beginn der Neunten Nationalen Maritimen Konferenz in Bremerhaven (19./20.10.15) drängt die IG Metall Küste auf eine stärkere Unterstützung der maritimen Industrie durch die Bundesregierung. „Wir brauchen dringend Klarheit über die künftige Förderung der Offshore-Windenergie, die mit den geplanten Ausschreibungen vor dem vierten Systemwechsel innerhalb von zehn Jahren steht“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Der Ausbau darf nicht wieder abrupt abreißen, weil die politischen Rahmenbedingungen unklar sind. Das würde erneut Arbeitsplätze und Standorte an der Küste gefährden“, so der Gewerkschafter.

Klare Aussagen erwartet die IG Metall Küste auch zu dem 4-Milliarden-Auftrag für das Mehrzweckkampfschiff MKS 180 der Bundesmarine: „Die europaweite Ausschreibung ist falsch“, sagte Heino Bade, Schiffbauexperte der IG Metall Küste. „Der Bau großer Überwasser-Marineschiffe ist in Europa ein ruinöser Wettbewerb mit Überkapazitäten, bei dem Staatswerften aus Frankreich, Spanien oder Großbritannien die mittelständischen Schiffbauunternehmen aus Deutschland leicht an die Wand drücken können."

Positiv wertet die IG Metall Küste die angekündigte Aufstockung der Haushaltsmittel für die Innovationsförderung im Schiffbau. „Damit haben die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD einen ersten wichtigen Schritt getan“, erklärte Bezirksleiter Geiken. „Sie reagieren damit auf unsere gemeinsam mit dem Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) aufgestellten Forderungen nach einer Innovationsoffensive.“

:: Broschüre „Schiffbau braucht Zukunft. Für eine starke maritime Industrie“ (PDF | 527 KiB)



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Heiko Messerschmidt
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