Bezirksleiterin Blankau bei Protesten
IG Metall Küste fordert tragfähige Lösung für alle mdexx-Beschäftigten in Bremen
(01.12.2009) Die IG Metall Küste hat die Geschäftsführung des Bremer Transformatorenherstellers mdexx aufgefordert, die in der vergangenen Woche in einer Nacht- und Nebelaktion verteilten Kündigungen zurückzunehmen.
„Die Geduld der Beschäftigten ist am Ende. Die Geschäftsführung muss endlich zur Vernunft kommen“, sagte Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste, am Dienstag auf einer Kundgebung vor dem Werkstor. „Die Entlassung von fast 200 Kolleginnen und Kollegen mit der Brechstange durchsetzen zu wollen, ist der vollkommen falsche Weg. Wir brauchen eine tragfähige Lösung, die allen Beschäftigten eine Perspektive bietet“, sagte die Gewerkschafterin. Der Standort müsse erhalten bleiben und dürfe nicht durch Massenentlassungen gefährdet werden.
Blankau forderte den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen, eine auf zwei Jahre ausgelegte Transfergesellschaft und Abfindungen auf dem Niveau des Siemens-Konzerns: „Es kann nicht sein, dass Siemens sein Bremer Tochterunternehmen einfach verkauft und sich dann nicht mehr darum schert, was aus den Beschäftigten wird.“ Die IG Metall-Bezirksleiterin setzt auf eine Lösung in der Einigungsstelle, zu der Vertreter von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite mit dem Einigungsstellenvorsitzenden, einem Landesarbeitsrichter, am Vormittag zusammengekommen sind. „Es gab genügend Signale, die auf eine tragfähige Lösung für die Beschäftigten hindeuten. Jetzt brauchen wir endlich Klarheit“, so die Gewerkschafterin.
Blankau lobte die Beschäftigten für ihren Einsatz in den vergangenen Wochen: „Ihr habt großartiges geleistet. Mit den Warnstreiks und Mahnwachen habt Ihr allen gezeigt, dass Ihr Euch einen solch achtlosen Umgang mit Arbeitnehmerrechten nicht bieten lasst“, rief Blankau den Beschäftigten zu, die mit Schlafsäcken ausgestattet notfalls auch bis morgen auf den Ausgang der Einigungsstelle warten wollen.
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