Geiken: „Unsere Tarifpolitik ist auch ein Konjunkturprogramm“

IG Metall Küste will 5 Prozent mehr Geld für Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie

(23.02.2016) Die IG Metall Küste will mit einer Forderung von fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten in die Tarifverhandlungen für die 140.000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie gehen. Das hat die große Tarifkommission des Bezirks heute in Hamburg beschlossen. Endgültig entscheidet der Vorstand der IG Metall am 29. Februar über die Forderung für die Tarifrunde.

„Angesichts der überwiegend guten Lage und teils hohen Gewinnen der Unternehmen passt eine Forderung von fünf Prozent“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter IG Metall Küste. Mit Blick auf die Weltwirtschaft gebe es einige Unsicherheiten. Doch die aktuellen Berichte des Arbeitgeberverbands Nordmetall und der Industrie- und Handelskammern zeigten, dass die wirtschaftliche Situation im Norden genauso gut sei wie zum Start der vorherigen Tarifrunde. „Unsere Tarifpolitik ist auch ein Konjunkturprogramm: Mit einem guten Abschluss stärken wir die Binnennachfrage, von der das Wirtschaftswachstum vor allem getragen wird“, sagte IG Metall-Bezirksleiter Geiken.

In zahlreichen Betrieben wird die Forderung in der nächsten Woche in Betriebsversammlungen oder betrieblichen Aktionen an die Geschäftsführungen übergeben. In einigen Regionen wird es auch Übergaben vor den Geschäftsstellen der Arbeitgeberverbände geben.

Die Tarifverhandlungen für den Bezirk Küste beginnen am Donnerstag, 10. März, in Oldenburg. Die Tarifverträge sind zum 31. März 2016 gekündigt. Die Friedenspflicht endet am 28. April 2016.



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Heiko Messerschmidt
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