Sietas-Werft in Hamburg

IG Metall setzt auf Zukunft nach der Insolvenz

(18.11.2011) Nach der Insolvenz der Sietas-Werft in Hamburg-Neuenfelde haben IG Metall Küste und Betriebsrat eine enge Abstimmung aller Beteiligten gefordert.

„Insolvenzverwalter, Unternehmen und Senat müssen alles dafür tun, um die Zukunft der Werft und damit der Arbeitsplätze zu sichern“, erklärte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Sietas hat das Know-how für eine Neuausrichtung auf den Spezialschiffbau. Jetzt kommt es darauf an, dass die Banken mitziehen und das Unternehmen Zeit bekommt, weitere Aufträge einzuwerben.“

Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Region Hamburg, Eckard Scholz, ergänzte: „Durch den Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie die Verschiebung von Tariferhöhungen haben die Beschäftigten einen erheblichen Beitrag zur Sanierung geleistet. Auch in der Insolvenz erwarten sie, dass mit ihnen fair umgegangen wird.“ Der Betriebsratsvorsitzende der Sietas-Werft, Peter Bökler, sagte: „Es geht um die Zukunft der Werft und vor allem um das Schicksal der Kolleginnen und Kollegen. Wir sind mit Leib und Seele Schiffbauer. Wir werden weiter für unsere Werft und unsere Arbeitsplätze kämpfen.“

Die IG Metall Küste forderte die Bundesregierung erneut auf, sich stärker für Werften und Zulieferer einzusetzen: „Das fehlende Krisenmanagement durch den Maritimen Koordinator gefährdet den Schiffbau in Deutschland. Wir brauchen eine aktive Industriepolitik, damit den Werften die Chance für eine Neuausrichtung bleibt“, sagte Bezirksleiter Geiken.

:: Metallzeitung Küste 50/2011 (PDF | 18 KiB)



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Heiko Messerschmidt
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