Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie vertagt

IG Metall: Arbeitgeber müssen Angebot vorlegen

(22.03.2013) Die Tarifverhandlungen für die 140.000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie sind nach der ersten Runde heute in Hamburg vertagt worden. Die IG Metall Küste hat den Arbeitgeberverband Nordmetall aufgefordert, in der nächsten Verhandlung am 24. April in Kiel ein Angebot vorzulegen: „Es liegt jetzt an den Arbeitgebern: „Wenn sie wirklich eine schnelle Lösung wollen, dann muss in Kiel ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste.

Auftakt der Verhandlungen in Hamburg: IG Metall-Bezirksleiter
Meinhard Geiken (links) und Nordmetall-Verhandlungsführer
Thomas Lambusch. Foto: Markus Scholz

In der Verhandlung bekräftigte er die Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate. „Eine Krise ist nicht in Sicht: Die Unternehmen legen Rekordergebnisse vor und die Wirtschaftsinstitute korrigieren ihre Prognosen nach oben. Es gibt daher keinen Grund bei den Löhnen zu sparen“, so Geiken. Weiteres Thema der Tarifverhandlungen sind Zuschüsse für Auszubildende, die in Flächenländern wie Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein für den Weg zur Berufsschule teilweise extrem weite Wege zurücklegen müssen.



Vor Beginn der Verhandlungen beteiligten sich rund 150 Beschäftigte an einer Kundgebung. „Wie die Übergabe der Forderungen vor den Nordmetall-Geschäftsstellen am Montag hat auch diese Aktion gezeigt: unsere Mitglieder sind bereit, sich für mehr Geld einzusetzen“, erklärte Geiken. „In den Betrieben und auf der Straße werden wir weiter Druck machen.“

:: Medien Information 18 / 2013 (PDF | 25 KiB)



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Heiko Messerschmidt
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