Aktionen in Hamburg und Norderstedt

Kfz-Handwerk: Mehr als 700 Beschäftigte beteiligten sich an Warnstreiks

(22.06.2017) Mehr als 700 Beschäftigte haben heute, Donnerstag, 22. Juni, in Hamburg und Norderstedt an Warnstreiks im Kfz-Handwerk teilgenommen. "Die gute Beteiligung hat gezeigt: Die Beschäftigten lassen sich nicht mit inakzeptablen Angeboten der Arbeitgeber abspeisen. Sie stehen hinter der Forderung von fünf Prozent", sagte Friedhelm Ahrens, Verhandlungsführer IG Metall Küste.

In Hamburg nahmen mehr als 500 Beschäftigte an einem mehrstündigen Demonstrationszug mit Zwischenkundgebungen vor den Kfz-Betrieben Renault, Dello, Peugeot und BMW teil. Bei der Zwischenkundgebung vor Dello machte die IG Metall auf die Frage der Tarifbindung aufmerksam. "Durch Lohndrückerei verschafft sich Dello Wettbewerbsvorteile auf dem Rücken der Beschäftigten. Wir erwarten vom ‚weltgrößten Opel-Händler‘ wieder eine Rückkehr zu tariflichen Bedingungen", sagt Stefanie Hampe, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Region Hamburg. In Norderstedt beteiligten sich 200 Beschäftigte von 6 bis 14 Uhr an einem Warnstreik vor dem Werkstor vom Vertriebszentrum Nord der Original Teile Logistik GmbH (OTLG).

Kfz-Tarifrunde 2017: Warnstreik in Hamburg und Norderstedt

In der aktuellen Kfz-Tarifrunde fordert die IG Metall fünf Prozent mehr Geld für die Beschäftigten und eine überproportionale Anhebung der Ausbildungsvergütung. Die erste Verhandlung in Hamburg am 8. Juni brachte kein Ergebnis. Auch in den anderen Tarifgebieten an der Küste, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, gab es bisher keine Annäherung. Die Tarifverträge im Kfz-Handwerk gelten für insgesamt 6.000 Beschäftigte, davon 3.500 in Hamburg, 2.000 in Schleswig-Holstein und rund 500 in Mecklenburg-Vorpommern.



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Heiko Messerschmidt
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