Geiken: „Verantwortung für Warnstreiks trägt Geschäftsleitung“

Mehr als 11.000 Airbus-Beschäftigte bei Warnstreik

(07.10.2011) Mehr als 11.000 Airbus-Beschäftigte aus Bremen, Buxtehude, Hamburg und Stade sind dem Aufruf der IG Metall Küste zu Warnstreiks gefolgt und haben heute fast ganztägig die Arbeit ruhen lassen. An den Kundgebungen beteiligten sich 2.000 Beschäftigte in Bremen, 200 in Buxtehude, 8.000 in Hamburg und 1.300 in Stade. Aufgerufen zu dem Warnstreik waren alle Beschäftigten der Früh-, Spät- und Nachtschicht.

Rote Karte für die Airbus-Geschäftsführung: Allein in Bremen beteiligten sich rund 2000 Beschäftigte an der Kundgebung.

„Die Verantwortung für diesen Warnstreik trägt die Geschäftsleitung“, erklärte IG Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken auf der Kundgebung in Bremen. „Wer auf dem Klageweg versucht, Arbeitsniederlegungen zu verhindern, und mit einer Produktionsverlagerung ins Ausland droht, bekommt den Druck aus dem Betrieb.“

Er forderte die Geschäftsführung auf, mit konstruktiven Vorschlägen an den Verhandlungstisch zurückzukehren und nicht realisierbare Forderungen wie die nach einer jährlichen Produktivitätssteigerung von acht Prozent fallen zu lassen. „Solche Steigerungsraten sind den Beschäftigten nicht zuzumuten. In vielen Bereichen arbeiten sie schon jetzt am Rande des Möglichen“, so Geiken.

Die Verhandlungen über einen Zukunftstarifvertrag für die 16.500 deutschen Airbus-Beschäftigten laufen seit mehr als anderthalb Jahren. Die Arbeitnehmervertreter hatten unter anderem eine Beschäftigungs- und Standortgarantie bis 2020, eine Perspektive für Leiharbeiter und eine Verstärkung der Ausbildung gefordert. „Nur mit einer motivierten Belegschaft lassen sich der Auftragsrekorde abarbeiten und die künftigen Aufgaben bei der Einführung von neuen Flugzeugmodellen wie dem A320 Neo meistern“, sagte der IG Metall-Bezirksleiter. Die Geschäftsführung müsse endlich aufhören, gegen die Beschäftigten zu arbeiten: „Nur gemeinsam sichern wir die Zukunft von Airbus“, so Geiken.“

:: Medien-Information 43/2011 (PDF | 26 KiB)



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Heiko Messerschmidt
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