Geiken: „Arbeitgeber müssen Weg für Abschluss frei machen“

Mehr als 28.000 Beschäftigte beteiligen sich an Warnstreiks

(14.05.2013) Die Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie drängen auf einen akzeptablen Tarifabschluss, der in der Nacht in Bayern gefunden werden soll. In Bremen, Hamburg, Nordwestniedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein beteiligten sich heute mehr als 28.000 Beschäftigte aus 150 Betrieben an Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie. Insgesamt waren damit an der Küste in den vergangenen Wochen 65.000 Beschäftigte dem Aufruf zu Arbeitsniederlegungen gefolgt.

„Wir erwarten von den Arbeitgebern, dass sie heute Nacht beim Angebot nachlegen und damit den Weg für einen vernünftigen Abschluss frei machen. Ansonsten tragen sie die Verantwortung für eine weitere Eskalation des Konflikts“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste auf einer Kundgebung in Bremen. „Auch Nordmetall muss klar sein: Sollten die Verhandlungen im Süden scheitern, wird auch unsere Tarifkommission kurzfristig über Urabstimmung und unbefristeten Arbeitskampf Im Norden entscheiden.“ Nordmetall solle sich daher auf zentraler Ebene für eine Lösung der Tarifrunde einsetzen und nicht blockieren.



Überblick nach Bundesländern

Bremen/Bremerhaven
In Bremen beteiligten sich 7.000 Beschäftigte aus 27 Betrieben an den Warnstreiks. Zu den Demonstrationszügen und der zentralen Kundgebung versammelten sich 4.500 Menschen. In Bremerhaven zählte die IG Metall weitere 850 Warnstreikende aus acht Betrieben. Sie versammelten sich zur Kundgebung im Fischereihafen.

Region Hamburg
In der Region Hamburg beteiligten sich 9.000 Beschäftigte aus 20 Betrieben an Warnstreiks. Kundgebungen gab es bei Fette in Schwarzenbeck und SPX in Norderstedt sowie betriebliche Aktionen u.a. bei Jungheinrich in Norderstedt, Still und Hütter-Aufzüge in Glinde.

Nordwestniedersachsen
In Nordwestniedersachsen waren 5.600 Beschäftigte aus 32 Betrieben dem Aufruf zum Warnstreik gefolgt. Rund 1.000 Metaller aus 15 Betrieben aus den Verwaltungsstellen Oldenburg und Wilhelmshaven zogen durch Rastede. In Einswarden versammelten sich 650 Teilnehmer zur Kundgebung der IG Metall Wesermarsch. Weitere 400 Beschäftigte von Fassmer, Abeking & Rasmussen und SGL Rotec setzten mit dem Schiff nach Bremen über und beteiligten sich dort an den Protesten. Weitere Kundgebungen gab es vor dem Leda Werk in Leer, bei KS Gleitlager in Papenburg und vor dem Fahrzeugwerk Krone in Werlte. Auf der Meyer-Werft in Papenburg beteiligten sich 1.500 Beschäftigte an einer halbstündigen Protestaktion im Betrieb.

Parallel zu den heutigen Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie beteiligten sich in Emden rund 3.000 Volkswagen-Beschäftigte an einer spontanen Aktion. Insgesamt ließen an dem Standort rund 10.000 Beschäftigte von Volkswagen, deren Töchtern und anderen Metallbetrieben für anderthalb Stunden die Arbeit ruhen.

Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein waren heute 5.300 Beschäftigte aus 54 Betrieben im Warnstreik. Die größte Demonstration und Kundgebung mit 1.000 Teilnehmern gab es in Kiel. An der Kundgebung in Flensburg beteiligten sich 900, in Lübeck 500, in Itzehoe 300, in Büdelsdorf 300 und in Tönning 50.

Mecklenburg-Vorpommern
In Rostock beteiligten sich gut 300 Beschäftigte aus acht Betreiben an einer Kundgebung vor der Neptun-Werft.

:: Medien-Information 33 / 2013 (PDF | 30 KiB)



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Heiko Messerschmidt
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