Geiken: "Für falsche Bescheidenheit gibt es keinen Grund"

Mehr als 500 Metaller diskutieren auf Regionalkonferenzen über Forderungen für die Tarifrunde

(29.09.2017) Mehr Geld und mehr Zeit zum Leben: Diese beiden Forderungen für die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie finden große Unterstützung bei den Mitgliedern. Das haben die drei Regionalkonferenzen der IG Metall Küste in Großenkneten (Bremen und Nordwestniedersachsen), Neumünster (Hamburg und Schleswig-Holstein) und Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) gezeigt, an denen sich insgesamt mehr als 500 Mitglieder beteiligten.

Letzte der drei Regionalkonferenzen: Rund 150 Mitglieder diskutieren in Rostock mit IG Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken die Forderungen für die Tarifrunde.

"Das Wachstum der deutschen Wirtschaft legt weiter zu. Das sagen auch die Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten für die Bundesregierung. Für falsche Bescheidenheit gibt es deshalb keinen Grund", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, vor 150 Mitgliedern auf der letzten der drei Regionalkonferenzen am Donnerstag in Rostock. "Die Lage ist deutlich besser als bei der letzten Tarifrunde, deshalb können wir auch mehr verlangen. Eine Forderung um die sechs Prozent findet bei den Mitgliedern viel Unterstützung."

Außerdem will die IG Metall Arbeitszeiten für die Beschäftigten durchsetzen, die zum Leben passen. "Als Forderung zeichnet sich der tarifvertragliche Anspruch ab, die wöchentliche Arbeitszeit befristet auf bis zu 28 Stunden abzusenken", erläuterte der Bezirksleiter. "Danach müssen die Beschäftigten automatisch auf Vollzeit zurückkehren können." Außerdem sollen diejenigen, die in Schicht oder anderen belastenden Arbeitszeitsystemen arbeiten oder bei denen es im privaten Bereich um die Betreuung von Kindern und die Pflege naher Angehörigen geht, einen tarifvertraglichen Anspruch auf einen Entgeltzuschuss bekommen.

Die Kündigung der Tarifverträge und die Forderungen für die Tarifrunde werden am 24. Oktober von der Tarifkommission beschlossen. Die erste Verhandlung im Bezirk Küste ist am 15. November. Die Friedenspflicht endet am 31. Dezember.



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Heiko Messerschmidt
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