IG Metall und Gesamtbetriebsrat fordern sichere Arbeitsplätze bis 2020

Rund 10.000 Airbus-Beschäftigte bei Kundgebungen

(08.06.2011) Rund 10.000 Beschäftige des Flugzeugbauers Airbus haben heute für einen Zukunftstarifvertrag demonstriert. Auf Kundgebungen vor den Werken in Hamburg, Bremen und Stade forderten sie die Sicherung der Standorte, Beschäftigung und Einkommen bis zum Jahr 2020 sowie eine stärkere Regulierung der Leiharbeit und der Vergabe von Arbeitspaketen an Dritte.

Hamburg
„Nach anderthalb Jahren Diskussionen, Gesprächen und Verhandlungen haben die Beschäftigten genug. Sie verlangen von Airbus die klare Zusage, dass ihre Arbeitsplätze und Standorte bis mindestens 2020 sicher sind“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, auf der Kundgebung in Hamburg-Finkenwerder vor rund 8.000 Beschäftigten.

Die Arbeitnehmervertreter forderten die Geschäftsführung auf, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. „Wir sind bereit, mit dem Unternehmen über Möglichkeiten zur Verbesserung der Produktivität zu verhandeln. Das geht aber nur, wenn die Beschäftigten sichere und faire Arbeitsbedingungen haben“, erklärte Jan-Marcus Hinz, Betriebsratsvorsitzender am Standort Hamburg. Die Flexibilität dürfe nicht ausufern. Statt auf Leiharbeit und Werkverträge müsse Airbus auf mehr Stammbeschäftigte und mehr Auszubildende setzen.

Bremen
Auf scharfe Kritik stieß das Angebot der Arbeitgeber aus der letzten Verhand-lungsrunde: „Die Auftragsbücher sind voll, und die Produktion wird hochgefahren. Wir haben deshalb keinerlei Verständnis, dass das Unternehmen uns Beschäftigten nur Sicherheit für ein Jahr bietet“, sagte Johann Dahnken, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Airbus Operations GmbH, auf der Kundgebung in Bremen, an der sich bei strömenden Regen 1.000 Beschäftigte beteiligten.

Stade/Buxtehude
„Mit der großen Beteiligung an den Kundgebungen haben die Beschäftigten der vier deutschen Standorte Bremen, Buxtehude, Hamburg und Stade ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt“, sagte Eckard Scholz, Erster Bevollmächtigter IG Metall Region Hamburg, vor rund 1.000 Beschäftigten auf der Kundgebung in Stade, an der sich auch die Beschäftigten aus Buxtehude beteiligten. „Wir hoffen, dass die Arbeitgeber die Botschaft ihrer Beschäftigten verstanden haben und mit einem vernünftigen Angebot an den Verhandlungstisch zu-rückkehren“, so der Gewerkschafter.

:: Medieninformation_26/2011 (PDF | 28 KiB)



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Heiko Messerschmidt
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