IG Metall zieht positive Zwischenbilanz
Tarifrunde 2016: Starke Beteiligung an Warnstreiks
(04.05.2016)
Die Beschäftigten sind bereit, für die Forderung auch mit Arbeitsniederlegungen zu kämpfen. Das zeigt die starke Beteiligung an den Warnstreiks: 18.000 Beschäftigte aus 90 Betrieben nahmen bisher an den Aktionen teil.
Seit Ende der Friedenspflicht haben sich im IG Metall Bezirk Küste bereits 18.000 Beschäftigte aus mehr als 90 Betrieben an den Warnstreiks beteiligt. Am Mittwoch waren 2.115 Mitarbeiter aus 27 Unternehmen in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein dem Aufruf der Gewerkschaft gefolgt.
"Das Signal der ersten Warnstreikwelle ist eindeutig: Die Beschäftigten an der Küste stehen zu der Forderung und sind bereit, dafür auch mit weiteren Arbeitsniederlegungen zu kämpfen", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. In der nächsten Woche will die Gewerkschaft die Warnstreiks ausweiten und mehrere zehntausend Metaller in allen fünf norddeutschen Bundesländern zu Protesten aufrufen. "Wenn die Arbeitgeber eine weitere Eskalation verhindern wollen, müssen sie jetzt sehr schnell am Verhandlungstisch nachlegen. Dafür bleibt ihnen nur Zeit bis Pfingsten. Danach werden wir mit ganztägigen Streiks starten", so Geiken.
Bremen/Bremerhaven
An den Warnstreiks am Mittwoch beteiligten sich in Bremerhaven mehr als 800 Beschäftigte aus acht Betrieben, unter anderem von Kramer, Senvion, Lloyd Werft und Powerblades. In Bremen gab es eine Kundgebung vor der Siemens Niederlassung.
Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein folgten mehr als 1.000 Beschäftigte aus 17 Unternehmen dem Aufruf der IG Metall. Schwerpunkte waren die Regionen Unterelbe und Rendsburg. Größere Kundgebungen gab es bei Steen in Elmshorn, wo sich auch Beschäftigte von SiHi in Itzehoe, Möller-Wedel, der Peters Werft in Wewelsfleth und weiterer Betriebe versammelten, sowie bei der Lürssen Kröger Werft in Schacht-Audorf. Bei Kendrion Kuhnke in Malente gab es eine betriebliche Aktion.
Hamburg
In Hamburg beteiligten sich 270 Beschäftigte von Diehl Service Modules und Diehl Comfort Modules an einem Warnstreik.
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