2,7 und 2,3 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten
Tarifabschluss für das nordwestdeutsche Tischlerhandwerk erzielt
(29.07.2015) Die IG Metall hat für die insgesamt 45.000 Beschäftigten im Tischler-Handwerk im Gebiet Nordwestdeutschland (Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein) einen Tarifabschluss erzielt. Ab dem 1. September 2015 steigen die Einkommen um 2,7 Prozent, ab dem 1. Januar 2017 um weitere 2,3 Prozent. Für die neu vereinbarte Entgelttabelle gilt eine Laufzeit bis zum 31. Juli 2017.
Angehoben werden auch die Ausbildungsvergütungen: Ab dem 1. September 2015 auf 570 € im ersten, 680 € im zweiten sowie 770 € im dritten Ausbildungsjahr. 10 € zusätzlich gibt es ab dem 1. August 2016 für alle Ausbildungsjahre.
Friedhelm Ahrens, Tarifsekretär IG Metall Bezirk Küste und Mitglied der Verhandlungskommission: „Innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre werden die Einkommen im Tischlerhandwerk um 5 Prozent steigen. Das ist ein Ergebnis, dass zur guten Branchenentwicklung passt und fair für die Beschäftigten ist. Auch die Auszubildenden konnten wir besser stellen.“
Über diesen materiellen Abschluss hinaus, haben die Tarifparteien sich auf eine neue tarifliche Regelung zu einer 12-monatigen Einstiegsqualifizierung verständigt. Ahrens: „Damit gibt es einen neuen Zugang zur Berufsausbildung; eine stabile Brücke für alle Schulabgänger, die ihre Ausbildungseignung durch eine vorgeschaltete Praxisphase im Betrieb weiter verbessern wollen.“
Verhandlungen über einen zusätzlichen Qualifizierungstarifvertrag sowie Gespräche zur Fachkräftesicherung sind fest vereinbart.
Die Tarifkommission wird am 28. August über das erzielte Verhandlungsergebnis beraten.
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