Aktionen vor Nordmetall-Geschäftsstellen und in Betrieben
Übergabe der Forderung: 300 Metaller waren dabei
(18.03.2013) Rund 300 Metaller aus mehr als 60 Betrieben haben sich heute an der Übergabe der Forderungen für die Tarifverhandlungen in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie beteiligt. Aktionen gab es vor den Büros des Arbeitgeberverbandes Nordmetall in Bremen, Bremerhaven, Emden, Hamburg, Kiel, Oldenburg und Rostock sowie in der Wesermarsch in zahlreichen Betrieben.
„Wir übergeben die Forderung nicht still und heimlich per Bote, sondern zeigen schon bei der Übergabe: unsere Mitglieder werden sich aktiv für mehr Geld einsetzen und auch dafür auf die Straße gehen“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Die Gewerkschaft fordert 5,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate. „Die wirtschaftliche Lage in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie ist mehr als stabil. Ein kräftiges Plus bei den Beschäftigten ist mehr als gerechtfertigt.“
Die IG Metall Bremen hat vor dem Büro des Arbeitgeberverbands Nordmetall ihre Forderungen für die Tarifverhandlungen in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie übergeben. Begleitet wurde die Forderungsübergabe von 60 betrieblichen Interessenvertreter/innen zahlreicher Bremer Betriebe, u.a. Daimler, Airbus, Premium Aerotec, Flowserve Gestra, mdexx, Magna Closures, Klöckner Desma Schuhmaschinen, Hydro Aluminium, ThyssenKrupp System Engineering, Lürssen Werft, Lear Cooperation, ZF Lenksysteme und ZF Services.
Bremen
„Die Konjunkturprognosen der Wirtschaft sind positiv, dies spiegelt sich in guten Auftragslagen der unterschiedlichen Branchen wieder. Aus diesem Grund trägt die Forderung von 5,5 % mehr Geld für zwölf Monate der derzeitigen wirtschaftlichen Situation Rechnung“, sagte Volker Stahmann, erster Bevollmächtigter der IG Metall Bremen. Die betrieblichen Vertreter/innen stützen diese Auffassung. Sie trugen dem Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Nordmetall, Cornelius Neumann-Redlin, ihre Situation in den Betrieben vor. Hier würde ein Mehr an Arbeit und Rendite von immer weniger Beschäftigten geleistet und erwirtschaftet. Ein kräftiges Plus bei den Beschäftigten ist daher mehr als gerechtfertigt.
Oldenburg
5,5 % mehr Entgelt für 12 Monate: Mit dieser Forderung trafen sich rund 30 Kolleginnen und Kollegen aus tarifgebunden Unternehmen der Region am Montag, 18. März 2013 in Oldenburg, um dem Arbeitgeberverband Nordmetall, vertreten durch Jürgen Lehmann, diese direkt zu übergeben.
Neben 5,5 % mehr Lohn- und Gehalt, mit einer sozialen Komponente, will die Verhandlungskommission Gespräche, über die Zahlung von Zuschüssen zum Fahrtgeld zum Berufsschulbesuch führen. „Die Forderung ist gerecht und auch notwendig, um Kaufkraft in Deutschland zu erhalten“, sagte Antje Wagner, 1. Bevollmächtigte und Geschäftsführerin der IG Metall Oldenburg und IG Metall Wilhelmshaven.
Jürgen Lehmann von Nordmetall überreichte ein Plakat und einen Fön, um die angeblich
heiße Luft der Forderung zu symbolisieren. Als Ausgleich erhielten die Verbandsvertreter IG Metall-Trillerpfeifen, „damit sie zukünftig die Möglichkeit haben, sich bemerkbar zu machen“, so Thomas Tillmann-Bramkamp, Gewerkschaftssekretär der IG Metall.
Die Tarifverhandlungen für die 140.000 Beschäftigten in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein beginnen am Freitag, 22. März in Hamburg.
:: Medien Information 16 / 2013 (PDF | 24 KiB)
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