Geiken: "Beschäftigte haben auf Zusagen des Unternehmens vertraut"
Uetersener Maschinenfabrik: IG Metall Küste sieht finnischen MacGregor-Konzern in der Verantwortung für die Beschäftigten
(18.02.2019) Die IG Metall Küste hat den finnischen MacGregor-Konzern aufgefordert, seine Zusagen gegenüber den Beschäftigten der Uetersener Maschinenfabrik einzuhalten. "Das Unternehmen hat in einem Tarifvertrag zugesichert, eine Million Euro zur Verfügung zu stellen, wenn die in der Höhe angekündigten Aufträge des Konzerns an ihr früheres Tochterunternehmen ausbleiben", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Das Geld von MacGregor fehle, um eine Transfergesellschaft für die 62 von der Insolvenz betroffenen Beschäftigten einzurichten.
"Das Unternehmen muss seiner sozialen Verantwortung gerecht werden. Die Beschäftigten haben auf die Zusagen vertraut", so der Gewerkschafter. Wenn sich MacGregor nicht bewege, müssten die Beschäftigten Ende Februar direkt in die Arbeitslosigkeit gehen. "Die Chance, sich in einer vom Arbeitgeber finanzierten Transfergesellschaft zu qualifizieren und eine neue Perspektive zu entwickeln, wird ihnen genommen", erklärte IG Metall-Bezirksleiter Geiken. "Wir prüfen rechtliche Schritte gegen das Unternehmen."
Das Insolvenzverfahren bei der Uetersener Maschinenfabrik startete im November vergangenen Jahres zunächst in Eigenverwaltung. Inzwischen ist ein Insolvenzverwalter mit weitreichenden Rechten eingesetzt worden. Ein gemeinsames Paket für den Weiterbetrieb war zuvor am Widerstand MacGregors im Gläubigerausschuss gescheitert.
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