Standort und ein Teil der Arbeitsplätze gesichert
Verbindliche Zusagen beim Verkauf der Volkswerft erreicht
(27.05.2014) Die IG Metall Küste hält den Verkauf der Volkswerft Stralsund an Nordic Yards unter den insgesamt schwierigen Voraussetzungen für richtig. „Wir haben erreicht, dass das Unternehmen den Erhalt des Werftstandortes garantiert sowie die Schaffung von zunächst 250 und dann mindestens 500 Arbeitsplätzen bis Ende 2016 zusagt“, erklärte Guido Fröschke, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Stralsund-Neubrandenburg. „Diese verbindlichen Regeln im Kaufvertrag waren nur möglich, weil Arbeitnehmervertreter und Beschäftigte in den vergangenen Monaten in Verhandlungen und mit zahlreichen Aktionen Druck gemacht haben.“
Protest für den Erhalt der Werften in Stralsund
Nordic Yards hat sich außerdem verpflichtet, in den Standort zu investieren und die Auszubildenden zu übernehmen. Im Kaufvertrag ist auch festgeschrieben worden, dass das Unternehmen mit der IG Metall für die Volkswerft einen Tarifvertrag abschließt, so dass dann in Stralsund die gleichen Arbeitsbedingungen wie an den anderen beiden Standorten Rostock und Wismar gelten.
Jürgen Kräplin, Mitarbeitervertreter der Volkswerft, erklärte: „Trotz der schwierigen Situation in der Insolvenz haben wir einiges für die Beschäftigten erreicht. Jetzt brauchen wir neue Aufträge, damit möglichst schnell und möglichst viele der ehemaligen Kolleginnen und Kollegen wieder einen Arbeitsplatz bekommen. Gut ist, dass sich Nordic Yards verpflichtet hat, 75 Prozent der Stellen an ehemalige Mitarbeiter der Volkswerft zu geben.“
Die IG Metall Küste kritisierte erneut das Werftenfördergesetz: „Die in Norddeutschland einmalige Regelung zeigt, dass die Politik der Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern von Angst geprägt ist“, sagte Bezirkssekretär Heino Bade. „Das komplizierte Genehmigungsverfahren und die Deckelung des Bürgschaftsrahmens sind falsch. Die Landesregierung muss flexibel auf die Anforderungen im Großanlagenbau reagieren können. Nur so haben die Unternehmen eine Chance, sich auf Zukunftsmärkte wie die Offshore-Windenergie umzustellen.“
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