Geschäftsführung beharrt auf Produktivität von 8 Prozent
Verhandlungen über Zukunftstarifvertrag für die 16.000 deutschen Airbus-Beschäftigte abgebrochen
(23.09.2011) Bei den Verhandlungen über einen Zukunftstarifvertrag für die 16.000 deutschen Airbus-Beschäftigten ist kein Durchbruch erzielt worden.
„Nach fast zwölf Stunden haben die Arbeitgeber die Verhandlungen beendet. Sie beharren auf eine Steigerung der Produktivität von jährlich 8 Prozent. Das ist unseren Kolleginnen und Kollegen nicht zu zumuten“, erklärten die Verhandlungsführer, IG Metall-Tarifsekretär Daniel Friedrich und der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Airbus Operations, Johann Dahnken.
Trotz Bewegung in einzelnen Punkten sei es auf dieser Grundlage nicht möglich gewesen, zu einer Einigung zu kommen. „Wir sind dem Unternehmen weit entgegen gekommen und haben Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung von jährlich zwei Prozent angeboten, mit denen nach unserer Berechnung bis 2020 mehr als eine Milliarde Euro eingespart werden kann“, erklärten die Arbeitnehmervertreter. Auch in anderen Punkten wie Fragen zur Standortsicherung oder der Flexibilität lagen die Vorstellungen weit auseinander. Am Mittwoch, 28. September, trifft sich die Tarifkommission in Hamburg, um über weitere Schritte wie Warnstreiks zu entscheiden.
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