Wetzel: „Energiewende muss auch sozial nachhaltig sein.“

Weitere Betriebsratswahlen bei Enercon eingeleitet

(10.04.2014) Die IG Metall ist mit dem Verlauf der bisher gestarteten Betriebsratswahlen beim Windkraftanlagenhersteller Enercon zufrieden. Nachdem die 2600 Beschäftigten der neun Servicebetriebe bereits im Herbst vergangenen Jahres Betriebsräte wählen konnten, sind in weiteren Betrieben die Wahlen eingeleitet worden: bei Aero Ems in Haren mit 600 Beschäftigten, im Gusszentrum Ostfriesland (GZO) in Aurich mit 250 Beschäftigten und bei WEC Turmbau in Emden mit 600 Beschäftigten. Außerdem stehen in den nächsten Wochen die regulären Neuwahlen der Betriebsräte in zehn weiteren Betrieben mit insgesamt 4000 Beschäftigten an.

„Eine Branche, die eine hohe öffentliche Förderung erfährt, muss auch ihrer gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung gerecht werden. Das gilt für Enercon ebenso wie für die anderen Unternehmen der Branche. Für das Gelingen der Energiewende sind gute Arbeitsbedingungen, qualifizierte Beschäftigte und Mitbestimmung die entscheidende Voraussetzung“, sagte Detlef Wetzel, Erster Vorsitzender der IG Metall. „Die Beschäftigten von Enercon können sich deshalb sicher sein, dass wir sie weiter unterstützen, ihre Mitbestimmungsrechte im Betrieb zu nutzen, Betriebsräte zu gründen und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen.“

Der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, ergänzte: „Den meisten Unternehmen der Windkraftbranche ist inzwischen klar, dass saubere Energie auch gute Arbeit heißen muss. Sie unterstützen deshalb die Mitbestimmung. Und das erwarten wir auch von den Unternehmen, damit wir uns gemeinsam - wie zuletzt mit der Warnminute Wind - für die Windkraftindustrie in Norddeutschland stark machen können.“

Evelyn Gerdes, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Leer-Papenburg, berichtet, dass die Beschäftigten bei Enercon eine Reihe von Themen haben, die sie verbessern möchten: „Es ist gut, dass die Beschäftigten den Mut haben, ihr selbstverständliches Grundrecht zur Gründung von Betriebsräten wahrzunehmen. Wir setzen dabei auf einen konstruktiven Dialog mit der Geschäftsführung.“

:: Medien Information 14 / 2014 (PDF | 26 KiB)



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Heiko Messerschmidt
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