Geiken: „Saubere Energie muss auch gute Arbeit heißen“

Windkraftindustrie bietet Chancen für Berufseinsteiger

(21.03.2014) Trotz der Unsicherheiten in der Branche durch die anstehende Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) bietet die Windkraftindustrie Chancen und Perspektiven für Berufseinsteiger und Hochschulabsolventen. Darin sind sich Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD), Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, der Geschäftsführer der Windenergieagentur wab in Bremerhaven, Ronny Meyer, sowie Andreas Schleger, Betriebsratsvorsitzender des Windanlagenherstellers PowerBlades in Bremerhaven einig. Auf Einladung der IG Metall Küste diskutierten sie heute auf der Job- und Bildungsmesse Zukunftsenergien Nordwest in Oldenburg über Arbeitsbedingungen und Perspektiven in der Windkraftbranche.

Diskussion auf der Windmesse: IG Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken, Wirtschaftsminister Olaf Lies, wab-Geschäftsführer Ronny Meyer und PowerBlades-Betriebsratsvorsitzender Andreas Schleger (von links).

Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) erklärte: "Es gibt das gesellschaftliche Ziel, dass wir uns von der Kernenergie und langfristig auch von den fossilen Energieträgern verabschieden. Offshore-Windenergie ist wegen des Nordsee-Windes als einzige unter der Erneuerbaren grundlastfähig und nimmt von daher eine herausgehobene Rolle bei der Energiewende ein. Wir brauchen Offshore für die Zukunft und deshalb hat Offshore auch eine Zukunft. Wir setzen sehr darauf, dass jetzt die Reform des EEG-Gesetzes in allen wichtigen Bereichen die nötige Klarheit und Planungssicherheit für Unternehmen und Investoren schafft."

„Wenn durch die EEG-Reform der Ausbau der Windenergie nicht gestoppt wird und die Rahmenbedingungen für Investitionen endlich klar sind, setzen wir auf neue Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Zukunftsbranche“, sagte IG Metall-Bezirksleiter Geiken. „Für uns ist dabei klar: Saubere Energie muss auch gute Arbeit heißen. Deshalb ist es wichtig, dass auch in dieser Branche Betriebsräte und Tarifverträge eine Selbstverständlichkeit sind.“

Andreas Schleger, Betriebsratsvorsitzender von PowerBlades in Bremerhaven ergänzte: „Die Betriebe der Offshore-Industrie brauchen dringend neue Aufträge, um die Arbeits- und Ausbildungsplätze halten zu können. Wir erwarten deshalb von der Bundesregierung, dass sie schnellstmöglich verlässliche Rahmenbedingungen schafft. Nur so kann die deutsche Offshore-Windindustrie ihre technologische Spitzenstellung in der Welt halten.“

Ronny Meyer, Geschäftsführer der Windenergieagentur wab in Bremerhaven, betont die Bedeutung der Offshore-Windenergie für die Energiewende: „Sie nimmt in einem Energiesystem der Zukunft durch ihre hohe Zuverlässigkeit eine stabilisierende Rolle im Zusammenspiel mit den anderen erneuerbaren Technologien ein. Sowohl das gleichmäßige Stromangebot als auch die notwendige Menge an Strom aus erneuerbaren Energiequellen selbst kann langfristig nur mit Offshore-Windenergie gewährleistet werden."

In der Windkraftindustrie arbeiten insgesamt etwa 120.000 Beschäftigte, etwa Zweidrittel davon in Norddeutschland. Nach einer Befragung der IG Metall Küste sind allein in der Offshore-Industrie in den vergangenen Jahren 350 neue Ausbildungsplätze entstanden.

:: Medien Information 12 / 2014 (PDF | 29 KiB)



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Heiko Messerschmidt
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