Weitere Diskussion auf drei Regionalkonferenzen in der nächsten Woche
Zukunftspaket für fairen Wandel: IG Metall Küste will über Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten verhandeln
(24.01.2020)
Die IG Metall will auch im Bezirk Küste kurzfristig über ein Zukunftspaket für einen fairen Wandel verhandeln. Die Gewerkschaft bietet dem Arbeitgeberverband Nordmetall ein Moratorium an. "Auf Grund der besonderen Situation schlagen wir einen anderen Weg vor: Ohne gegenseitige Bedrohungen mit Entlassungen oder Warnstreiks sollen noch in der Friedenspflicht die wesentlichen Eckpunkte zur Sicherung der Arbeitsplätze und Standorte sowie die Höhe der Entgeltsteigerungen vereinbart werden", sagte
Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste.
Diese Aufforderung habe der Vorstand der IG Metall nach vorheriger Zustimmung in den regionalen Tarifkommissionen heute in einer Sondersitzung beschlossen. "Wir reagieren damit auf die besonderen Herausforderungen dieser Tarifrunde. Die Unternehmen müssen den durch Digitalisierung und Klimawandel getriebenen Strukturwandel und die konjunkturelle Eintrübung bewältigen. Dabei dürfen die Beschäftigten nicht zu den Verlierern werden."
Parallel laufen die Vorbereitungen für die Tarifrunde im Bezirk Küste weiter. Mehrere hundert Mitglieder werden in der nächsten Woche zu drei Regionalkonferenzen in Großenkneten (für Bremen und Nordwestniedersachsen), Neumünster (für Hamburg und Schleswig-Holstein) sowie Rostock (für Mecklenburg-Vorpommern) erwartet. "Wir diskutieren über das Moratorium und mögliche Punkte für ein Zukunftspaket wie Zuschüsse zur Kurzarbeit oder einen Anspruch auf Qualifizierung", erklärte IG Metall - Bezirksleiter Friedrich. „Es wird bei den Regionalkonferenzen aber auch um die Forderung nach mehr Geld gehen. Wir brauchen eine Erhöhung der Realeinkommen, um die Kaufkraft zu stärken."
Weitere Themen für die Diskussionen seien ein höherer Beitrag der Arbeitgeber für die betriebliche Altersvorsorge und Verbesserungen für Dual Studierende.
Die Arbeitgeber sind aufgefordert, sich bis zum 4. Februar zu erklären, ob sie sich auf das Moratorium einlassen. Wenn ja, soll es auch im Bezirk Küste kurzfristig Verhandlungen geben.
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